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Die Sensation ist perfekt !

Altes Sternbild neu entdeckt

 

Der Sternenhimmel ist laut Beschluss der Internationalen Astronomischen Union von 1922 in 88 Sternbilder aufgeteilt. Darunter befinden sich so prominente Beispiele wie der Große Bär oder der Himmelsjäger Orion. Viele der Sternbilder haben ihre Wurzeln in der Mythologie des antiken Griechenlands oder dem alten Arabien.

Weniger bekannt ist, dass es vor dieser Einteilung eine Vielzahl von Sternbildern mit teils sehr lokal begrenzter Bedeutung gab, die heute unbeachtet bleiben. Prominente Beispiele dafür sind das Sternbild Krebs, das nach der Vorstellung von Julius Schiller aus Augsburg den Evangelisten Johannes darstellt, oder das Sternbild Pegasus, das nach Erhard Weigel (1625 – 1699) aus Jena das „Braunschweig-Lüneburgische Pferd“ verkörpert.

Bei Recherchen zum Fabelwesen „Moos-Dilldapp“ aus dem süddeutschen Schwenningen wurden in jüngster Zeit vermehrt Hinweise gefunden, dass sich dieses kurz „Dilldapp“ genannte Geschöpf auch am Sternenhimmel befinden soll. Auf Basis einer Zeichnung von Peter Ruge konnte mit verblüffender Ähnlichkeit im Gebiet des Sternbildes Cetus, dem Walfisch, das verloren geglaubte Sternbild wiederentdeckt werden.

Das Sternbild des Moos-Dilldapp, Anethum Äquatorialis, befindet sich bei den astronomischen Koordinaten Rektaszension 2h30m und Deklination 0 Grad. Es ist damit eines der wenigen Sternbilder, die sich genau auf dem Himmelsäquator befinden, und trägt daher den Beinamen „Äquatorialis“. Auf einer modernen Sternkarte würde man es als Teil des Sternbildes Cetus finden. Der Cetus ist ein schreckliches Meeresungeheuer, dem nach einer Sage die schöne Andromeda geopfert werden sollte.

Noch ist wenig über den Dilldapp und sein Sternbild bekannt. In alten Unterlagen aus Schwenningen fanden sich Hinweise, dass das Sternbild im ausgehenden 19. Jahrhundert nach dem Verschwinden des letzten lebenden Dilldapps ihm zu Ehren geschaffen wurde. Bis zu jener Zeit lebten die Schwenninger Bürger in friedlicher Koexistenz mit den scheuen Dilldappen, doch die aufkommende Industrialisierung mit der Expansion der Uhrindustrie wird für das Ableben des naiven Nagers verantwortlich gemacht.

Seither gilt die Spezies des Dilldapps als ausgerottet. Aber durch die umfangreichen Landschaftsarbeiten im Rahmen der Landesgartenschau 2010 scheint eines der längst vergessenen Geschöpfe aufgeschreckt worden zu sein. Zumindest berichtete die lokale Presse unter Berufung auf die Internetseite www.moos-dilldapp.de über mehrere Augenzeugen, die den Dilldapp in diesem Jahr gesehen haben wollen.

Das erneute Auftauchen des verschwunden geglaubten Lebewesen kann aber auch mit einer Veränderung seines Sternbildes zusammenhängen. In Anethum Äquatorilais befindet sich nämlich ein Stern, den man nur sehr selten sehen kann. Astrophysiker nennen ihn „Mira“, was übersetzt „wundersamer Stern“ bedeutet. Nur etwa alle elf Monate wird Mira für einige Wochen so hell, dass man ihn am Himmel sehen kann. So vergehen Jahre, bis die Sichtbarkeit des Sternbilds und Mira in Einklang sind, was seit dem Jahr 2001 nicht mehr der Fall war. Denn das Sternbild taucht nur im Herbst und Winter am Himmel auf, und exakt zu dieser Zeit muss auch der Stern Mira sichtbar sein. Dieses Jahr wird Mira, der wundersame Stern, in den Herbst- und Winternächten auffällig im Gebiet des Sternbild des Dilldapp glänzen. Vielleicht liegt darin das unerwartete Auftauchen des alten Bewohners der Schwenninger Umgebung begründet.

Tags: Dilldappenforschung
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11
11
2010

Schlechte Zeiten für Dilldappen

Die „Aktion Saubere Landschaft“ brachte ein seltsames Werkzeug zum Vorschein, den sogenannten Klopfstock, hinter dem sich schaurige Dramen verbergen.

Anhand einer Karte von 1907 konnten wir den genauen Fundort des gut erhaltenen Exemplars orten. Mit ihm wurden die Dilldappen im Mittelalter gejagt und erschlagen. Es war die Zeit der Hexenverbrennungen. War mal keine Hexe zum Verbrennen da, vertrieb man sich die Zeit beim Dilldappenklopfen. Der damalige Brauch seiner umworbenen Geliebten eine Dilldappe zum Geschenk zu machen, um sie zu beeindrucken, trieb die Burschen ständig auf’s Moos. Zuerst klopfte man damit in unregelmäßigem Takt so lange auf den Boden, bis die ersten neugierigen Dilldappen erschienen. Hatten sich dann genügend Tierchen versammelt, spähte man sich eine aus und schlug ihr mit den Klopfstock herzhaft auf den Kopf. Nun begann die wirkliche Mutprobe. Wollte man das begehrte, erschlagene Tierchen greifen, rasten die anderen Artgenossen wie besessen auf den Täter zu, quiekten und pfiffen in den schrillsten Tönen und bissen nach allem was irgendwie hervorstehend war. Wer nicht schnell genug war, hatte verloren.

Es war wohl die dümmste Art sich auf Dilldappen einzulassen. So kam es, dass viele Burschen nicht mehr nach Hause kamen, teils weil sie die Trophäe nicht hatten, oder weil sie ihrer Geliebten das Gewünschte nicht mehr bieten konnten. Deshalb geriet der Klopfstock ziemlich schnell aus der Mode und in Vergessenheit.

Schwenningen 1907

Tags: Dilldappenforschung
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8
07
2010

Jetzt wo die WM alle in ihren Bann zieht, erinnern wir uns an die Glanzzeiten des VFR

Der Ball des VFR Spiels von 1955

Toooor, Tooooor, so schallte es 1955 über den VFR Platz. Arme streckten sich gen Himmel. Zuschauer sprangen auf. Jubel brach aus.

Selbstvertrauen und Sicherheit wollten die Schwenninger bei diesem Spiel tanken.

Die Tore versenkten aber die Gäste, des damaligen VFR Schwenningen und sie siegten mit 5:0.

Ein enttäuschendes Spiel bei dem zum Schluss ein frustrierter VFR Spieler, den Untergang beschwörend und fluchend den Ball in hohem Bogen über den Zaun, Richtung Moos geschossen hatte. Der fiel genau vor eine Schar Dilldappen, die durch den Lärm angelockt, abseits zuschauten und immer wenn die Zuschauer aufschrien, begeistert mitquiekten. Sie selbst üben ja keinerlei Sport aus, finden es aber aufregend, wenn 22 Menschen hinter einer aufgeblasenen Kugel herlaufen, die jeder wegkickt und keiner so richtig haben will. Irgendwie scheint diese Kugel ungeheuer zu sein und nun lag sie vor den enttäuschten Dilldappen im Gras. Vorsichtig schlichen sie sich von der Seite an, beobachteten sie eine Weile ob sie sich bewegen würde, sprangen auf und machten sich wütend über sie her. Enttäuschte Dilldappen sind zu allem fähig. (siehe Foto)

Tags: Dilldappenforschung, Schwenninger Moos
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3
07
2010

Wie sieht nun eigentlich eine Dilldappe aus?

Das hätte so mancher Schwenninger gerne gewusst. Muss man dazu möglicherweise in den Spiegel schauen, oder wie erkennt man sie? Es ist halt auch wie verhext und scheint eine der schwierigsten Fragen zu sein, da es mit der bloßen Beschreibung des possierlichen Tierchens nicht getan ist, weil jeder die Dilldappe aus einem anderen Blickwinkel wahr nimmt.

Da das Archiv der Dilldappenforschung vom Vorgänger total unübersichtlich hinterlassen wurde, kann die Frage noch nicht exakt beantwortet werden. Wir arbeiten daran. Bisher gibt es nur vage Beschreibungen, sowie vielerlei Skizzen und Zeichnungen verschiedener Beobachter, die die Vielfalt der Dilldappen dokumentieren.

Einige von ihnen können wir jetzt schon freigeben andere müssen noch geprüft werden. Dass es bisher angeblich noch nicht gelungen sei sie photographisch festzuhalten ist auch nicht so sicher, zumal sich unter den gesammelten Exponaten auch Fotos befinden die erst noch ausgewertet werden müssen.

Möglicherweise sind heutzutage Aufnahmen, mit digitalen Kameras, eher möglich als früher. Bei einem 36er Film war man etwas knauseriger mit dem abdrückten. Zuerst musste man genau hinsehen um sicher zu sein, ob das was man da erspäht hatte tatsächlich eine Dilldappe sei.                                                                                                                                                                              Dabei verstrich meist wertvolle Zeit und eh man sich versah, war das Tierchen verschwunden.

Wahrscheinlich ist so manchem Leser in seinem Leben die eine oder andere Dilldappe begegnet. Leider möchten sie meist nicht darüber sprechen, aus Furcht dass Ähnlichkeiten mit lebenden Personen geknüpft werden könnten. Melden sie sich doch einfach, wenn ihnen eine über den Weg gelaufen ist oder neben ihnen lebt. Wir freuen uns und bleiben dran.
Im nächsten Artikel lesen sie über die Variationen des Dilldappenfangs, oder wie fang ich (k)ein Dilldapp.

Tags: Dilldapp gesichtet, Dilldappenforschung, Schwenninger Moos, Suchmethoden
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9
06
2010

Geschichtliches: Dilldappenzeichnung aus der Zeit um den 2. Weltkrieg aufgetaucht

Dilldappen Zeichnung aus 2. Weltkrieg

Dilldappen Zeichnung aus dem 2. Weltkrieg

Herr H. aus Bad Dürrheim würde vor Stolz im Grabe die Hand zum Gruß erheben, wüsste er, dass sein Ägyptisches Einwickelpapierle für die Dilldappenforschung von äußerster Wichtigkeit war. Denn nun ist klar, dass die Dilldappe sogar in Afrika bekannt ist. Während des 2. Weltkrieges war Herr H. unter Rommel in Afrika, wo man um irgend einen Sieg kämpfte. Als mal wieder Kampfpause war, weil die Engländer „Tea time“ hatten, kaufte er für seine Liebste zuhause im Reich, in einem nahegelegenen Basar ein kleines Anhängerle. Nach etlichem Hin und Her war er mit dem Verkäufer über den Preis einig geworden. Der wickelte das  wertlose Schmuckstück in ein Stück Papier, notierte aber noch schnell was drauf und gab es dem glücklichen Germanen.
Herr H., der eh kein arabisch konnte, nahm keine Notiz davon, bewahrte das Schmuckstück samt Papier in seiner Tasche auf, kämpfte weiter und stand irgendwann mit erhobenen Händen vor den Engländern. Als es in die Gefangenschaft ging, mussten alle ihre Taschen leeren. Dabei fiel einem Engländer dieses Einwickelpapier von Herr H. auf.  Er schaute es sich an, lächelte schob ihn beiseite und sagte in gebrochenem Deutsch: „Dilldapp forget it, go home!“ So kam es, daß Herr H. aus Bad Dürrheim viel früher, als alle anderen Kameraden, seine Liebste in die Arme nehmen und ihr das Anhängerle um den Hals hängen konnte. Ihm selbst kam alles wie ein Wunder vor. Als Frau H. später das Einwickelpapierle der DD Forschung vermachte, konnte ein Spezialist das arabische Zeichen deuten. Der ägyptische Händler wollte ihm wohl damit sagen: Ich hab dich übern Tisch gezogen, du Dilldapp. (siehe Foto)

Tags: Dilldappenforschung
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2
06
2010

Gedruckt und fast vergessen

Bei einer Aufräumaktion im Archiv der Stuttgarter Landesbibliothek, wurden in einer total verstaubten Ecke Buchfragmente gefunden, die interessante Details zum Thema Dilldapp enthalten. Es handelt sich dabei möglicherweise um das Historische Wörterbuch Elsässischer Mundart.

Aus den alten Buchseiten konnte man Aufregendes über die Existenz und die Verbreitung der Dilldappe erfahren. Demnach scheinen sie sich vor langer Zeit auch in anderen Gegenden verbreitet zu haben, was wiederum beweist, dass so manche Dilldappe vom  Schwenninger Moos über den Neckar ihren Weg in die Fremde gefunden hat. Interessant sind auch die Auslegungen über diverse Jagdvarianten. Weitere Blätter werden zur Zeit restauriert, um sie der Nachwelt zu erhalten.

Tags: Dilldappenforschung, in der Presse
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26
05
2010

Aufregendes aus der Dilldappenforschung

Sensationen wie wir sie brauchen.
Neulich, nach der Schneeschmelze, wurde im Neckartäle in der Felswand ein unscheinbarer Spalt entdeckt, der sich als Zugang zu einer bisher unbekannten Höhle herausstellte. Forscher schlängelten sich mühsam hinein und fanden an den Wänden Wandmalereien. Zur Prüfung entnahmen sie ein Felsstück. Leider fiel die kleine Höhle kurze Zeit danach in sich zusammen, sodass man keine weiteren Beweise mehr freilegen konnte. Das geborgene Stück jedoch, wird die gesamte Dilldappenforschung durcheinander bringen. Alles was bisher an Wissen und Vermutungen vorlag, kann jetzt getrost über Bord geworfen werden. Es ist eine Botschaft unserer Vorfahren aus der Steinzeit, die uns verrät, dass sie die Dilldappe schon gekannt haben müssen. „Da hat man das ganze Leben lang daran gezweifelt und jetzt das!“, so einer der Forscher. Nun scheint klar zu sein: Als sich die ersten Menschen hier ansiedelten, tauchten mit ihnen zugleich auch die ersten Dilldappen auf.

Tags: Dilldappenforschung
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14
04
2010